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Geschichte Christuskirche Venusberg

Die methodistische Bewegung wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Erzgebirge bekannt. Unsere Gemeinden gehen von 1882 auf die missionarische Wirksamkeit von Dittersdorf aus.

Tag der Einweihung am 19.12.1937Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, um mit methodistischen Versammlungen zu beginnen, kamen Robert Nestler und ein weiterer Bruder mit Bäckermeister H. Eberlein und seiner Frau in Kontakt. Das Ehepaar ließ sich nach Dittersdorf zu solchen Veranstaltungen einladen. Sie waren sehr angetan von der Verkündigung und der geschwisterlichen Gemeinschaft. Die Prediger kamen aus Chemnitz. Seit 1884 wurde dann auch in Venusberg zu methodistische Versammlungen (Gottesdienste) eingeladen, es gründete sich eine Gemeinde, die mit weiteren zehn Stationen zum Chemnitzer Bezirk gehörte. Regelmäßig wurden „anhaltenden Versammlungen“ (mehrere Evangelisationsabende nacheinander) veranstaltet. Die erste methodistische Predigt hielt Prediger Jakob Kaufmann im Hause von Familie Claus (Nr. 27). Einige Zeit später stellte Bäckermeister Eberlein (Nr. 26) der jungen Gemeinde einen Raum zur Verfügung, indem regelmäßig sonntags um 15 Uhr Gottesdienst gefeiert wurde.
Ab 1910 sammelten die Geschwister Kinder zur Sonntagsschule. Zu großen Schwierigkeiten kam es, weil nur die offiziell anerkannte Landeskirche Gottesdienste feiern durfte.Methodistische Versammlungen durften keine Gottesdienste sein. Das wurde mehr oder weniger streng polizeilich beaufsichtigt und führte bei Verstoß Strafen nach sich. Oskar Schneider zitiert in seinem Bericht von 1961 den Predigthelfer (Ermahner) Otto Drechsler aus Dittersdorf: "Wenn ich Amen sagen dürfte, würde ich Amen sagen."
Im Jahre 1913 entstand ein Gemeindechor, dann auch mehrere andere Gruppen, wie auch eine Jungmädchenvereinsgruppe. Wichtig waren die regelmäßigen Bibel- und Gebetsstunden, die u.a. auch die evangelistischen Abende vorbereiteten.
Unter Leitung von Pastor Gerhard Freund wurde im Jahre 1936 mit dem Baudes Gotteshauses begonnen. Für die Christen im Ort Venusberg war die Einweihungder Kirche zum 4. Advent 1937 (19.12.1937) ein freudiges und fröhliches Ereignis. Musikalisch unterstützt durch den Witzschdorfer Posaunenchor setzte sich der Festzug der Methodisten vom "Auxel-Häusel" in Richtung Kirche in Bewegung. Feierlich wurde der Schlüssel von jungen Gemeindegliedern überreicht. Die Hausmannstätigkeiten in der Kirche übernahmen Fritz und Else Bernd.
Erst 1952 erhielt die Kirche den Namen "Christuskirche". In dieser Zeit wurde auch der Altarraum neu gestaltet, wie ein Bild im Kirchengebäude zeigt. Der 1. größere Umbau fand unter Leitung von Pastor K. Jordan 1963 statt. Es erfolgte der Anbau des jetzigen Eingangsgebäudes mit Garderobe. In diesem Jahr übernahm die Familie Johannes und Hanna Auxel den Hausmannsdienst. 
Das 50-jährige Jubiläum wurde verspätet im September 1988 gefeiert. Grund dafür war, dass 3 Jubiläen zusammenfielen: 100 Jahre Gemeinde, 75 Jahre Chor, 50 Jahre Kirche. Über die Jubiläumswoche berichtete damals auch die Tageszeitung "Union" der CDU folgendes: "Die Venusberger Methodisten sind sich dessen bewusst, dass ihre Gemeinde dann Zukunft und Verheißung hat, wenn sie sich diesem Anspruch John Wesleys Gott dienen in unserer Zeit zu eigen macht und danach handelt".
Die letzte prägende Veränderung am Kirchengebäude passierte unter Leitung von Pastor A. Weißbach. Es wurden die unteren Räume zu neuen Gemeinderäumen umgestaltet. Durch den An- und Umbau entstanden eine neue Küche und moderne Toiletten. Die Einweihung fand mit einem Festgottesdienst am 25. Juni 2000 unter dem Thema "Eine lebendige Kirche benötigt die Mithilfe jedes einzelnen" statt.
Unsere Christuskirche steht offen für jedermann zur Nutzung. Die unteren Räume können zu Familienfeiern und Festen benutzt werden. Mit Lob, Dank und Ehre für unseren Gott wurde am 4. Advent 2012 ein Festgottesdienst zum 75-jährigen Bestehen der Christuskirche gefeiert und die Gemeindeglieder stimmten kräftig ins Lied ein: "Die Kirche steht gegründet…"

 

Übersicht: Bezirk - Prediger und Pastoren

Bezirk

Anzahl

Prediger/ Pastor

Dienstzeit

 Dittersdorf

1

Prediger Jakob Kaufmann

1884-1887

 

2

Prediger Johannes Spille

1887-1891

 Zschopau

3

Prediger Herrmann Böttger

1891-1895

 

4

Prediger Oskar Lindner

1895-1899

 

5

Prediger August Hiller

1899-1902

 

6

Prediger Georg Kramer

1902-1906

 

7

Prediger Fritz Spiegel

1906-1909

 

8

Prediger Hugo Georgi

1909-1913

erneute Bezirkstrennung: zum Bezirk Zschopau gehören die Gemeinden, Zschopau, Witzschdorf, Waldkirchen, Gelenau,  Grießbach, Venusberg, Herold, Drebach

 Zschopau

9

Prediger Paul Kittelmann

1913-1919

 

10

Prediger Max Leonhardt

1919-1921

 

11

Prediger Alfred Ringeis

1921-1925

 

12

Prediger Karl Rabold

1925-1929

1929 Gründung des Gemeindebezirkes Gelenau
 Gelenau

13

Prediger Hermann Ott

1929-1933

 

14

Prediger Gerhard Freund

1933-1939

 

15

Prediger Albert Schaarschmidt

1939-1949

 

16

Prediger Willy Bräutigam

1949-1951

 

17

Prediger Karl Hans Pollmer

1951-1955

 

18

Prediger Martin Georgi

1955-1961

 

19

Pastor Konrad Jordan

1961-1972

 

20

Pastor Siegfried Rex

1972-1984

 

21

Pastor Christoph Georgi

1984-1995

 

22

Pastor Albrecht Weißbach

1995-2003

 

23

Pastor (auf Probe) Mitja Fritsch

2003-2006

 2006 Vakanzjahr unter Leitung von Pastorin Christin Eibisch

 

24

Pastorin Christin Eibisch

2007-2015

2010 Gemeindebezirk Venusberg: Neuaufteilung der Bezirke Herold, Venusberg (vormals Gelenau) und Ehrenfriedersdorf

seit 10/2015 vakant: Leitung Pastor Olf Tunger (Bezirk Ehrenfriedersdorf)